Ist der Darm krankt, so lässt sich das auch häufig am Hautbild erkennen. Krankheiten wie Akne, Neurodermitis und Ekzeme können die Folge sein. Dr. Hans-Georg Dauer, Hautarzt aus Köln und Mitglied des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen (BVDD) erklärte:

“ Wird die Darmflora negativ beeinflusst, lässt sich das oft am Zustand der Haut ablesen.“

Allgemein bekannt ist, dass die Einnahme von Antibiotika die Zusammensetzung der Darmbakterien negativ beeinflusst. Diese Medikamente schwächen nicht nur die Abwehr und die Verdauung, sondern begünstigen die vermehrte Entstehung von nicht gewünschten Darmpilzen.

Die Folge ist, dass der Darm wichtige Nährstoffe nicht mehr aufnehmen und an den Körper weitergeben kann. Dies beeinträchtigt nicht nur die Haut, sondern den gesamten Organismus. Je nachdem, welche Nährstoffe nicht mehr in ausreichender Menge eingenommen werden können, kommt es zu trockener, stumpfer Haut, zu eingerissenen Mundwinkeln, zu Ekzemen, Nagelveränderungen sowie auch zu Haarausfall.

Doch nicht nur Antibiotika sind für den Darm eine Belastung. Laut Dr. Dauer stellt auch Zucker eine Bedrohung für die gesunde Darmflora dar. „Viel Zucker führt, genau wie Antibiotika, zu einer Veränderung der Darmbesiedlung und auch zu einer Veränderung der Darmschleimhaut. Das führt dann wiederum ebenfalls zu Hautschäden.“ Wesentlich problematischer sei allerdings die direkte Wirkung des Zuckers auf die Bindegewebefasern, denn dieser Vorgang wird Glykation genannt und bezeichnet die Verzuckerung von Gewebefasern, so Dr. Dauer.

Zuckerprodukte also, die der Körper nicht verstoffwechseln kann, hängen sich an die Fasern der Haut und verklumpen diese.

Akne, Pigmentflecken, Ekzeme und Schuppungen sowie Falten können entstehen.

GIFTSTOFFE IM DARM BEEINFLUSSEN DAS HAUTBILD

Ein kranker Darm hat aber nicht nur Probleme mit der Aufnahme wertvoller Nährstoffe. Auch die krankmachenden Darmbakterien und Pilze können sich vermehren und Giftstoffe produzieren. Diese können die Verdauung aus dem Gleichgewicht bringen und können die Haut beeinflussen.

Hautkrankheiten wie Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte werden immer wieder mit einer kranken Darmflora in Verbindung gebracht.


(Quelle: Auszug aus Artikel: T-Online/Lifestyle/Gesundheit)

 

UND WAS KANN DIE FACHKOMPETENTE KOSMETIKERIN HIER TUN?

Eine Abstimmung mit einem Arzt ist für die Kunden immer empfehlenswert. Ein Mediziner untersucht bestimmte Enzyme und Antikörpe, um Hinweise auf Unverträglichkeiten zu finden. Bei ständigen Hautproblemen empfiehlt sich auch ein Besuch bei einem Gastroenterologen. Hier sollten die Behandlungsmaßnahmen der beiden Fachbereiche dann ineinander greifen.

Eine gute Kosmetikerin oder Aesthetic Therapeutin ® lenkt ihren Blick auf Grund ihrer Erfahrung und Ausbildung auf einen ganzheitlichen Ansatz. Sie wird mehr tun, als nur eine „kosmetische Behandlung“ durchzuführen. Sie wird mit Ihnen gemeinsam die Ursachen – vielleicht in Kombination einer Anamnese durch einen Mediziner – besprechen und entsprechende Behandlungsansätze für die Kosmetik und Pflege anwenden.

Gute Peelings haben vielfältige Wirkungen, bestimmte Hyaluronsäureformen wirken als körpereigener Stoff wie ein Frischelixier, hochdosierte und effektive Wirkstoffe und Seren können helfen, die Haut von außen wieder in einen gesunden Zustand zu bringen.

Gerade in diesen schwierigen Fällen, in denen die Haut leidet, sollte man in jedem Fall naturidentische und schadstofffreie Hautpflege verwenden. Verzichten Sie in jedem Fall möglichst auf Duftstoffe, auf Parabene und Paraffine und auf sonstige chemische Stoffe, die im Verdacht stehen, die Haut zu schädigen.

Bedenken Sie: Durch diese Stoffe verliert die Haut ihren Regulationsmechanismus. Die Folgen sind nachhaltige Schädigungen des Mikroorganismus und das hat zur Folge, dass die hier erwähnten Krankheitsbilder zusätzlich begünstigt werden können.

Auch sollte der ganzheitliche Ansatz in diesen Fällen nie außer Acht gelassen werden.

Orthomolekulare Substanzen (also sogenannte Nahrungsergänzung) – nach korrekter Analyse und in Abstimmung mit einem Mediziner – können ebenfalls die Haut in eine gesunde Balance führen.

UND WAS KANN MAN TUN, UM DEN DARM WIEDER IN EIN GLEICHGEWICHT ZU BRINGEN?

Die Empfehlungen einer gesunden Lebensweise und damit auch einer gesunden Darmflora sind hinlänglich bekannt. Es empfiehlt sich, eine ausgewogene Ernährung mit Ballaststoffen und viel Obst und Gemüse zu sich zu nehmen.

Trinken Sie ausreichend Wasser, das hilft ebenso, die Darmflora gesund zu halten.

Zuckerhaltige Speisen und tierische Fette sollten nur in geringem Maß verzehrt werden. Weißmehlprodukte sollten nicht so häufig auf dem Speiseplan stehen und auch Alkohol sollte nur mit Bedacht genossen werden. Auf Nikotin sollte gänzlich verzichtet werden.

Eine Haut, die durch eine gestörte Darmflora gezeichnet ist, braucht nicht nur kurzfristige Hilfe, sie muss nachhaltig gesunden. Menschen, die unter den hier aufgeführten Hautkrankheiten leiden wissen, wie schmerzhaft die Haut reagieren kann. Hier sollte man diese Empfehlungen beachten und wenn Sie eine ganzheitliche Betrachtung Ihrer Haut in Verbindung mit einer fundierten Analyse und Behandlung in Erwägung ziehen, dann werden Sie langfristig ein stabiles Hautbild erreichen.

Ein fachgerechtes Behandlungskonzept hilft Ihnen dabei, Ihre Haut gesund zu erhalten.

Sie haben Fragen dazu? Dann lassen Sie uns das gerne wissen, wir beraten Sie gerne.