30% aller Kosmetika enthalten hormonell wirksame Chemikalien

(Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. Berlin – Verweis auf das Literaturverzeichnis mit allen für die Studie benötigten Quellennachweisen)

Diese Studie wurde vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. durchgeführt. In dieser ersten Studie wurden mehr als 60.000 Kosmetik Produkte auf dem deutschsprachigen Markt ausgewertet, ob sie hormonell wirksame Stoffe enthalten oder nicht.
Das fatale daran ist, dass diese Stoffe erlaubt sind, obwohl sie in der Kritik stehen, das Hormonsystem empfindlich zu stören.

Was genau bedeutet hormonell belastet und wie wirkt sich das auf den Körper aus?

Hormonell wirksame Stoffe werden in der Kosmetik vor allem als Konservierungsmittel und UV-Filter eingesetzt. Diese Stoffe gelangen über die Haut in den Körper und das belastet insbesondere Föten im Mutterleib, Kleinkinder und Pubertierende, da diese Stoffe den Ruf haben, gerade sensible Entwicklungsphasen empfindlich zu stören.

Hintergrund ist hier die Beobachtung einer Zunahme von Problemen wie Rückgang der Spermienqualität- und anzahl, bestimmte hormonbedingte Krebsarten wie Brust-, Prostata- und Hodenkrebs, verfrühte Pubertät bei Mädchen u.e.m.

Die in den einzelnen Produkten enthaltene Menge dieser Stoffe ist in der Regel sehr gering – das alleine macht nicht krank. Viele Produkte hingegen enthalten gleich mehrere dieser hormonell wirksamen Chemikalien und die ebenso in der Kritik stehenden Weichmacher, denen wir durch Verpackungen zusätzlich täglich ausgesetzt sind können die Gefahr potenzieren.

Um welche Stoffe geht es genau – zumindest in den Kosmetikprodukten?

Als Konservierungsmittel stehen in der Kritik:
Methylparaben, Propylparaben, Ethylparaben und Butylparaben, wobei diese Stoffe den Löwenanteil der Inhaltsstoffe ausmachen, um die es hier geht!

Als UV-Filter stehen in der Kritik:
Ethylhexyl Methoxycinnamate (OMC), 4-Methylbenzyliden Camphor, 3-Benzylidene Camphor

Als UV-Absorber stehen in der Kritik:
Benzophenone-1 und Benzophenone-2

Erschreckendes Ergebnis: fast jedes dritte Produkt aus dieser Studie ist belastet!

Ohne im Einzelnen auf die in der Studie aufgeführten Hersteller einzugehen, möchten wir doch den groben Überblick wiedergeben: Die 10 größten Kosmetikhersteller kamen teilweise mit sehr schlechtem Ergebnis weg. Aber auch andere, wirklich namhafte Firmen weisen hier teilweise hohe Prozente an belasteten Produkten aus. Und dabei handelt es sich um Produkte, die hochpreisig und bekannt sind und in den üblichen Parfümerien gekauft werden.

Hormonell wirksame Stoffe zu vermeiden ist ein guter Anfang. Leider gibt es aber außerhalb dieser Studie des Bundes noch weitere Inhaltsstoffe mit problematischen Eigenschaften wie bestimmte Duftstoffe, PEGs, Formaldehyd oder Petrolatum (Silikone).

Darüber hinaus sollten Sie folgendes wissen:
UV-Absorber sind im Gegensatz zu den UV-Filtern nicht dem Schutz der Haut vor UV-Strahlung da, sondern dienen dem Schutz des Produktes vor der Sonneneinstrahlung. Das ist ein erheblicher Unterschied.

IN UNSEREN PRODUKTEN FINDEN SIE KEINE DIESER STOFFE!

Gerade was die Konservierungsmittel (Parabene) angeht, gibt es Alternativen – diese werden bereits von vielen Kosmetikfirmen eingesetzt. Wir selber setzen seit Jahren bereits keine Parabene mehr ein – aus den oben genannten Gründen.

Ein gewissenhafter Umgang gepaart mit wirkungsvollen und hochwertigen Produkten ist für uns kein Widerspruch!

UND WAS VERARBEITEN WIR IN UNSEREN DERMACEUTICAL PRODUKTEN?

Ein kurzer Ausblick für Sie, damit Sie unsere Philosophie verstehen:

  • Phenoxyethanol ist eine Alternative, die zumindest bis heute in den Studien keinerlei Probleme aufweisen wie Parabene es tun. Es gibt bei Konservierungsmitteln dieser Art sicherlich auch mögliche Reaktionen auf Augen oder Haut. Man muss ganz klar sagen, einen Königsweg gibt es nicht. Ohne Konservierungsmittel geht es leider auch kaum und wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Möglichkeiten, die sich uns bieten, zu nutzen und diese Alternativen setzen wir schon lange ein.
  • Auf andere Stoffe verzichten wir gänzlich, Silikone und Paraffine haben in unseren Produkten nichts verloren.
  • In unseren Seren setzen wir grundsätzlich keine Duft- oder Farbstoffe ein.
  • Unsere Cremes sind emulgatorfreie Cremegrundlagen (sogenannte DMS).
  • Duftstoffe setzen wir nur in den Cremes und in einigen Reinigungen ein, allerdings achten wir auch hier auf die Duftstoffe und setzen nur noch Duftstoffe ein, die nicht auch auf der Liste der Stoffe stehen, die im Verdacht stehen, Allergien auszulösen oder diese zu unterstützen.
  • Wir setzen keine UV-Absorber ein, die Cremebasen enthalten die UV-Filter, um vor dem UVA-Licht zu schützen, welche vor der vorzeitigen Hautalterung schützen.

Die UV Filter in den Cremes und deren Wirkweisen

Chemische UV-Filter gelangen über die Haut in den Körper und stehen dafür auch in der Kritik.

Wir setzen diese UV-Filter ein, weil sie das einzig wirksame Mittel sind, die lichtbedingte und somit entstehende vorzeitige Hautalterung zu bekämpfen und dem Alterungsprozess vorzubeugen. Sicherlich gibt es auch die Alternative von mineralischen UV-Filtern wie Titandioxid. Dies kann man mittlerweile auch in Nanopartikelgröße erhalten, um die stark weißelnde Farbe auf der Haut zu verhindern. Dies wiederum ist ebenso umstritten, weil Nanopartikel genauso in der Kritik stehen, komplett in den Körper zu gelangen.

Auch hier gilt: Wenn man diese chemischen Stoffe ausklammern will, dann muss man auf solche Cremes mit UV-Filtern gänzlich verzichten. Da gibt es keine Alternative, dann wiederum ist man dem

Licht und der Sonne ungeschützt ausgesetzt und das führt dann möglicherweise zu anderen, auch schwerwiegenden Problemen.

Hier muss der Kunde abwägen – eine Entscheidung, die wir nur mit dieser Aufklärung einfacher machen können. Wir setzen keinen UV-Filter ein, der im Verdacht steht ein hormonell wirksamer Stoff zu sein.

Abschließend gilt es zu sagen, dass wir uns durch Erhalt solcher Studien wie diese unserem verantwortungsvollen Umgang mit unseren Produkten bewusst sind. Uns war und ist es wichtig, den Verbraucher möglichst umfassend zu informieren und darüber hinaus Produkte zu kreieren, die wirksam sind, ohne dass die Wirtschaftlichkeit an erster Stelle steht, wie es leider häufig der Fall ist.

Aachen, im April 2016

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